Ständig gereizt: Ursachen und was dir jetzt hilft
Ständige Gereiztheit ist selten ein Charakterproblem. Oft laufen mehrere Reserven gleichzeitig leer: Schlaf, Pausen, Bewegung, Kontakt, Selbstbestimmung. Dann reicht ein kleiner Anlass, damit du scharf reagierst. Der erste hilfreiche Schritt ist, Gereiztheit als Signal zu lesen und nicht als Beweis, dass du dich einfach mehr zusammenreißen müsstest. Ein kleiner Auslöser … Weiterlesen
Die vier Stolpersteine beim Durchleben von Gefühlen
Gefühle lösen sich auf, wenn man sie durchlebt, und zwar wirklich: Ein Gefühl steigt, erreicht einen Höhepunkt und geht von alleine wieder, und was danach übrig bleibt, ist meistens überraschend klar: nämlich das Bedürfnis, um das es die ganze Zeit eigentlich ging. Gefühle klopfen nicht umsonst an. Sie präsentieren die … Weiterlesen
Gefühle unterdrücken: was es kostet und was stattdessen geht
Gefühle unterdrücken heißt, dem Betriebssystem sagen: Diese Meldung will ich nicht sehen. Die Meldung verschwindet vom Bildschirm. Aber sie verschwindet nicht aus dem System. Irgendwann kommt sie wieder, meistens lauter, meistens an der falschen Stelle. Als Gereiztheit, als Zynismus oder als Ausbruch bei einer Kleinigkeit Wochen später. Wir leben in … Weiterlesen
Empathie, Mitgefühl, Mitleid: Was ist der Unterschied?
Empathie versucht zu verstehen, wie es dem anderen gerade geht. Mitgefühl heißt, dass dich seine Lage berührt und du ihm Gutes wünschst. Mitleid rückt oft deine eigene Betroffenheit in den Mittelpunkt und macht den anderen kleiner. Im Gespräch zählt diese Unterscheidung, weil dein Gegenüber sofort merkt, ob du bei ihm … Weiterlesen
Was sind die vier Schritte der GFK?
Die vier Schritte der GFK sind Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Du beschreibst, was konkret passiert ist, sagst, was es in dir auslöst, benennst, worum es dir dabei geht, und schließt mit einer Bitte, die ein Nein zulässt. Die Schritte sind ein Denkweg für schwierige Gespräche, kein Sprechskript. Wer sie … Weiterlesen
Was sind Pseudogefühle?
Pseudogefühle sind Wörter, die wie Gefühle klingen, aber eine Anklage transportieren. Verpackt in Ich-Sprache. Die meisten Leute bemerken das erst, wenn das Gespräch schon schiefgelaufen ist. „Übergangen“, „ignoriert“, „manipuliert“: das sagt dir wenig darüber, wie es dem Menschen wirklich geht. Aber viel darüber, was er dem anderen vorwirft. Du erkennst … Weiterlesen
Wie formuliere ich Ich-Botschaften, die ankommen?
Eine Ich-Botschaft, die ankommt, besteht aus drei Teilen: einem echten Gefühl, dem, was dir dabei wichtig ist, und einem Wunsch. Zum Beispiel: „Ich bin frustriert. Mir ist wichtig, dass meine Einwände geprüft werden. Magst du auf meinen Punkt von eben noch mal eingehen?“ Ich-Botschaften scheitern selten an dieser Formel. Sie … Weiterlesen
GFK mit Kindern: was funktioniert realistisch?
Realistisch funktionieren an GFK mit Kindern drei Dinge: Gefühle bekommen ein Wort, statt wegerzogen zu werden. Bitten bekommen echte Wahlmöglichkeiten, statt als Befehle mit Fragezeichen aufzutreten. Und nach dem Anschreien gibt es Reparatur statt Schweigen oder Schuldgefühl-Spirale. Was dagegen nirgendwo funktioniert, auch bei Trainern nicht: nie mehr laut werden, endlose … Weiterlesen
Gefühlsliste: welche Gefühle gibt es?
Für den Alltag reicht eine überschaubare Gefühlsliste: wenige Grundgefühle wie froh, traurig, wütend, ängstlich und erschöpft, dazu ihre feineren Schattierungen. In der GFK sortieren wir Gefühle danach, ob sie auf erfüllte oder unerfüllte Bedürfnisse hinweisen, denn dafür sind sie da. Auf unseren Karten steht über der Liste „Messfühler für Bedürfnisse“, … Weiterlesen
Wie benenne ich meine Gefühle?
Gefühle klopfen nicht umsonst an, sie präsentieren dir eine Information auf dem Silbertablett, und die meisten Leute kommen an und sagen: Nee danke, kein Interesse. Oder sie nehmen das Tablett, gucken drauf und sagen: Stress. Das ist, als würde dein Betriebssystem dir eine detaillierte Fehlermeldung schicken, und du liest nur … Weiterlesen
Wie lerne ich Empathie? Fünf Übungen für den Alltag
Empathie ist trainierbar, und zwar am besten an unspektakulären Alltagssituationen: an der Supermarktkasse, im Meeting, beim Abendessen. Wer erst im großen Streit übt, übt zu spät, denn unter Stress fällst du auf deine alten Muster zurück. Hier sind fünf Übungen aus unserer Seminarpraxis, aufsteigend sortiert: Die ersten kannst du heimlich … Weiterlesen
Was ist Empathie in der GFK?
Empathie bedeutet in der GFK, deine Aufmerksamkeit vollständig auf das zu richten, was in einem anderen Menschen gerade lebendig ist: auf seine Gefühle und Bedürfnisse. Du bewertest nicht, du tröstest nicht, du berätst nicht, du bleibst bei ihm. Empathie richtet sich damit weniger auf den Inhalt eines Satzes als auf … Weiterlesen
Aktives Zuhören: wie geht das konkret?
Aktives Zuhören besteht aus einer Handvoll Techniken: zusammenfassen, was du gehört hast, nachfragen, was unklar ist, Gefühle ansprechen, die du wahrnimmst, und Schweigen aushalten, statt jede Pause zu füllen. Die Techniken sind schnell gelernt. Was den Unterschied macht, ist die Absicht dahinter, denn dein Gegenüber merkt in Sekunden, ob du … Weiterlesen
Wenn „wie fühlst du dich?“ die falsche Frage ist: GFK und Neurodivergenz
Ich sitze in einem Seminar, die Trainerin fragt in die Runde: „Und, wie fühlst du dich gerade damit?“ Die Frau neben mir wird kleiner. Sie sagt irgendwann leise „gut, glaub ich“ und man merkt, das war geraten. In der Pause erzählt sie mir, dass sie diese Frage hasst, seit der … Weiterlesen
Wie höre ich empathisch zu?
Empathisch zuhören heißt in der Gewaltfreien Kommunikation: Du richtest deine Aufmerksamkeit auf die Gefühle und Bedürfnisse hinter dem, was jemand sagt. Ratschläge, Bewertungen und eigene Geschichten stellst du so lange zurück. Die Frage, die dich dabei leitet: Was fühlt diese Person gerade, und was braucht sie? Auf den Inhalt kannst … Weiterlesen


