Wertschätzung ausdrücken: mehr als Lob
„Du bist toll“ kann jeder sagen. „Dass du gestern die Kinder genommen hast, hat mir den Abend gerettet“ kann nur jemand sagen, der hingeschaut hat. Genau darin liegt der Unterschied zwischen pauschalem Lob und Wertschätzung. Wertschätzung beschreibt auf Augenhöhe, was ein Mensch getan hat und warum es für dich wichtig … Weiterlesen
Passiv-aggressiv: erkennen und ansprechen
Passive Aggression ist Wut ohne Adresse: Der Ärger ist da, aber er kommt als Seufzer, Sarkasmus oder vergessene Absprache zur Welt. Das kann sehr verunsichern. Du spürst, dass etwas nicht stimmt. Auf Nachfrage heißt es vielleicht: „Alles gut.“ Gleichzeitig werden Nachrichten knapp, Aufgaben auffällig spät erledigt oder kleine Spitzen häufen … Weiterlesen
Was ist wertschätzende Kommunikation?
Wertschätzende Kommunikation bedeutet, dass du sagst, was du beobachtest, was es mit dir macht und was du brauchst, anstatt zu bewerten oder zu schweigen. Der Ansatz stammt aus der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg und hat sich im Berufsalltag unter diesem Namen durchgesetzt, weil „wertschätzend“ leichter durch die Tür kommt … Weiterlesen
Was sind die vier Schritte der GFK?
Die vier Schritte der GFK sind Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Du beschreibst, was konkret passiert ist, sagst, was es in dir auslöst, benennst, worum es dir dabei geht, und schließt mit einer Bitte, die ein Nein zulässt. Die Schritte sind ein Denkweg für schwierige Gespräche, kein Sprechskript. Wer sie … Weiterlesen
Wie übersetze ich Urteile in Bedürfnisse?
Urteile übersetzen heißt, eine Bewertung wie „Du bist echt schlampig!“ als Hinweis auf ein eigenes Bedürfnis zu lesen, hier zum Beispiel Ordnung und Struktur. Dabei hilft die Kopfstand-Methode: Du drehst die Bewertung ins Gegenteil, aus „schlampig“ wird „ordentlich“, und dahinter steht das Bedürfnis, um das es dir eigentlich geht. Statt … Weiterlesen
Wie gehe ich mit schwierigen Kollegen um?
Der wirksamste Umgang mit schwierigen Kollegen hat drei Teile: die Diagnose „schwierig“ durch konkrete Situationen ersetzen, denn nur Situationen lassen sich ansprechen. Vor dem Gespräch klären, was dich genau stört und was du erreichen willst. Und das Ziel realistisch setzen: verlässliche Zusammenarbeit, keine Freundschaft. Klingt nüchtern, und genau die Nüchternheit … Weiterlesen
Was sind Pseudogefühle?
Pseudogefühle sind Wörter, die wie Gefühle klingen, aber eine Anklage transportieren. Verpackt in Ich-Sprache. Die meisten Leute bemerken das erst, wenn das Gespräch schon schiefgelaufen ist. „Übergangen“, „ignoriert“, „manipuliert“: das sagt dir wenig darüber, wie es dem Menschen wirklich geht. Aber viel darüber, was er dem anderen vorwirft. Du erkennst … Weiterlesen
Wie führe ich ein Mitarbeitergespräch ohne Floskeln?
Ein brauchbares Mitarbeitergespräch hat fünf Teile: den Anlass klären, Beobachtung von Interpretation trennen, dem Mitarbeiter gute Gründe unterstellen, einen konkreten Vorschlag oder ein konkretes Danke aussprechen und das Gespräch in einen echten Dialog öffnen. Was es dagegen selten braucht, sind Formulare, Kompetenzraster und der Satz „Insgesamt sind wir soweit zufrieden“. … Weiterlesen
Wie gebe ich Feedback, ohne dass es als Angriff ankommt?
Feedback kommt als Angriff an, wenn es die Person trifft statt ihr Verhalten. Der Ausweg ist Trennung: erst die konkrete Situation, die du beobachtet hast, dann die Wirkung, die sie hatte, dann dein Wunsch für das nächste Mal. Wer diese drei Dinge auseinanderhält, kann in der Sache hart sein, ohne … Weiterlesen
Wie formuliere ich eine Beobachtung ohne Bewertung?
Eine Beobachtung ohne Bewertung beschreibt, was konkret passiert ist, so genau, dass eine Kamera es hätte aufzeichnen können: „Du hast während meines Satzes zweimal aufs Handy geschaut.“ Eine Bewertung legt eine Deutung darüber: „Du hörst mir nie zu.“ In der GFK ist die Beobachtung der erste Schritt, weil ein Gespräch … Weiterlesen
Rejection Sensitive Dysphoria: warum sich mit ADHS jede Kritik wie Ablehnung anfühlt
Rejection Sensitive Dysphoria (RSD) heißt: Dein Gehirn liest neutrale oder sogar freundliche Signale als Zurückweisung, und der Schmerz darüber trifft dich mit voller Wucht, oft bevor dein Verstand überhaupt mitredet. Bei ADHS gehört das zur emotionalen Übersteuerung vieler ADHS-Gehirne und hat nichts mit einer Charakterschwäche zu tun. Ein knapper Chat … Weiterlesen
Kritik im Job mit ADHS: warum sich ein Feedback anfühlt wie eine Kündigung
Wenn dich Kritik im Job mit ADHS trifft wie eine Kündigung, liegt das oft an RSD, an der rejection sensitive dysphoria. Dein Nervensystem verarbeitet einen sachlichen Hinweis wie eine existenzielle Bedrohung, in Sekunden, bevor dein Verstand mitreden kann. Der erste GFK-Handgriff dagegen: trenn das, was gesagt wurde, von der Geschichte, … Weiterlesen
Urteile in Bedürfnisse umwandeln: die Kopfstand-Methode in der GFK
GFK: Beobachten ohne Urteil, fühlen ohne Schuld, Bedürfnisse von Strategien trennen, klare Bitten äußern. Übung macht den Meister.


