Was bringt Gewaltfreie Kommunikation Führungskräften?
Drei Dinge, sehr konkret: Kritikgespräche, die beim Verhalten bleiben und trotzdem ankommen. Aufträge, bei denen klar ist, was verhandelbar ist und was entschieden wird. Und einen Umgang mit Widerstand, der ihn als Information nutzt und dadurch schneller zu tragfähigen Entscheidungen kommt. Was GFK nicht bringt, ist Harmonie: Die Gespräche werden … Weiterlesen
Mein Partner zeigt keine Empathie: was tun?
Wenn dein Partner keine Empathie zeigt, hilft eine Unterscheidung, die fast alles verändert: Zeigen und Haben sind zweierlei. Dass er keine Empathie zeigt, heißt noch lange nicht, dass er keine hat, denn Zeigen ist gelernt, und viele haben es nie gelernt. Daraus folgt der Weg, der tatsächlich funktioniert: konkrete Einladungen … Weiterlesen
GFK und Klartext: Freundlich und klar sprechen
Gewaltfreie Kommunikation wird manchmal mit besonders vorsichtiger Sprache verwechselt. Dann klingt es, als dürfe ein Nein nie deutlich sein oder als müsse jede Grenze mit einer langen Erklärung abgefedert werden. Das ist eine verkürzte Vorstellung. Klarheit und Freundlichkeit können zusammengehen. Klartext beginnt bei dem, was du tust Ein klarer Satz … Weiterlesen
Was sind die vier Schritte der GFK?
Die vier Schritte der GFK sind Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Du beschreibst, was konkret passiert ist, sagst, was es in dir auslöst, benennst, worum es dir dabei geht, und schließt mit einer Bitte, die ein Nein zulässt. Die Schritte sind ein Denkweg für schwierige Gespräche, kein Sprechskript. Wer sie … Weiterlesen
Wie bereite ich ein schwieriges Gespräch vor?
Ein schwieriges Gespräch bereitest du in fünf Schritten vor: klären, worum es dir wirklich geht. Dein Ziel und deinen Plan B festlegen. Einmal ernsthaft die Perspektive wechseln. Bereitschaft und Zeitpunkt klären, statt zu überfallen. Und den ersten Satz wörtlich aufschreiben. Das klingt nach viel Aufwand für ein Gespräch, und es … Weiterlesen
Wie spreche ich Mental Load an, ohne dass es im Streit endet?
Mental Load sprichst du in drei Schritten an, und der erste ist keiner, den man aussprechen kann. Sichtbar machen. Mental Load ist unsichtbare Arbeit, das Dran-Denken, Planen und Im-Kopf-Behalten, und Unsichtbares lässt sich weder fair verteilen noch fair diskutieren. Deshalb beginnt alles mit einer Liste statt mit einem Vorwurf. Danach … Weiterlesen
Wie formuliere ich Ich-Botschaften, die ankommen?
Eine Ich-Botschaft, die ankommt, besteht aus drei Teilen: einem echten Gefühl, dem, was dir dabei wichtig ist, und einem Wunsch. Zum Beispiel: „Ich bin frustriert. Mir ist wichtig, dass meine Einwände geprüft werden. Magst du auf meinen Punkt von eben noch mal eingehen?“ Ich-Botschaften scheitern selten an dieser Formel. Sie … Weiterlesen
Wie setze ich Grenzen, ohne zu verletzen?
Grenzen setzen fängt früher an, als die meisten denken, nämlich beim Spüren: Wer merkt, dass ihm etwas nicht guttut, solange es noch klein ist, kommt oft mit einer Bitte aus. Reicht die Bitte nicht, ist die Grenze das, was du selbst tust oder lässt, und nichts, was der andere erst … Weiterlesen
GFK in der Partnerschaft: wie sieht das konkret aus?
GFK in der Partnerschaft heißt im Alltag vor allem dreierlei: zuhören, ohne sofort zu reparieren. Bitten aussprechen, statt Gedankenlesen zu erwarten. Und bei den eigenen wunden Punkten zuerst innen nachschauen, bevor du sendest. Die wichtigste Nachricht vorweg, weil sie die häufigste Sorge betrifft: GFK muss auch funktionieren, wenn nur einer … Weiterlesen
Bitte oder Forderung: woran erkenne ich den Unterschied?
Eine Bitte erkennst du daran, dass ein Nein erlaubt ist. Sonst ist es eine Forderung mit freundlicher Verpackung. Nur klingen beim Aussprechen beide gleich, der Unterschied zeigt sich erst hinterher, nämlich an deiner Reaktion auf das Nein. Wer nach einem Nein schmollt, straft oder nachverhandelt, bis das Ja kommt, hat … Weiterlesen
Wie formuliere ich eine Bitte in der GFK?
Eine Bitte in der GFK ist konkret, positiv formuliert und lässt ein Nein zu. Konkret heißt: Dein Gegenüber weiß danach genau, was du dir wünschst und wann. Positiv heißt: Du sagst, was du willst, und zählst nicht auf, was aufhören soll. Und am Nein erkennst du im Nachhinein, was es … Weiterlesen
Bedürfnis oder Strategie: was ist der Unterschied?
Ein Bedürfnis ist das Wozu hinter deinem Wunsch, eine Strategie ist der konkrete Weg dahin. Bedürfnisse sind universell und hängen an keiner bestimmten Person, keinem Ort und keiner Uhrzeit: Erholung, Verlässlichkeit, Nähe, Sicherheit. Strategien legen fest, wer wann was tut: dass du am Wochenende zuhause bleibst, dass die Reviews bis … Weiterlesen
ADHS und Zuhören: warum du unterbrichst, obwohl dich interessiert, was der andere sagt
Wenn du mit ADHS jemandem ins Wort fällst, liegt das selten an Desinteresse. Meistens ist das Gegenteil los: Dein Gegenüber sagt etwas, das zündet sofort einen Gedanken, und dein Arbeitsgedächtnis warnt, dass der Gedanke weg ist, wenn du ihn nicht jetzt loswirst, also redest du rein. Für dich ist das … Weiterlesen
ADHS und Zeitblindheit: warum „dir ist es einfach egal“ nicht stimmt
Zeitblindheit heißt, dass ein ADHS-Gehirn Zeit schlecht spürt und Nahes wie Fernes gleich weit weg wirkt. Vergessene Zusagen und Unpünktlichkeit sind in einer Beziehung fast immer das, kein Desinteresse. Der Satz „dir bin ich egal“ verwechselt die Wirkung mit der Absicht: Dein Partner meint die Zusage ernst und vergisst sie … Weiterlesen
Warum bewirkt mehr Druck bei ADHS in der Beziehung das Gegenteil?
Weil Druck bei der ADHS-Seite fast immer als Vorwurf ankommt, und ein Vorwurf löst Scham und Rückzug aus, keine Handlung. Je mehr die eine Person kontrolliert und erinnert, desto mehr macht die andere innerlich dicht. Beide meinen es gut und beide verschärfen den Kreis. Der Ausweg läuft über einen einzigen … Weiterlesen


