Flipchart-Symbole: einfache Vorlagen zum Nachzeichnen

Bikablo Symbole Visualisierung Teil 3: Rahmen, Personen, Emotionen und Agenda Icons für Sketchnotes

Für ein lebendiges Flipchart brauchst du kein großes Bildarchiv. Ein paar Rahmen, einfache Menschen und Gesichter reichen für die meisten Seminare.

Plakat mit Flipchart-Symbolen für Rahmen, Menschen, Gesichter und Beispielposter

Welche Flipchart-Symbole lohnen sich zuerst?

Fang mit Symbolen an, die du immer wieder brauchst:

  • Rahmen und Container für Überschriften, Fragen und Ergebnisse
  • einfache Figuren für einzelne Personen, Paare und Gruppen
  • Gesichter für Stimmung und Reaktion
  • kleine Schatten, damit Rahmen und Figuren räumlicher wirken

Diese Elemente lassen sich kombinieren. Aus einem Container, drei Figuren und einer Überschrift entsteht schon ein Willkommensposter. Mit denselben Figuren kannst du eine Kleingruppenarbeit oder eine Gesprächssituation darstellen.

1. Rahmen und Container zeichnen

Ein Kasten muss nicht mit dem Lineal gezogen sein. Gerade die leicht unregelmäßige Linie macht sichtbar, dass das Poster von Hand entstanden ist. Zeichne zuerst die Form, ergänz danach kleine Details wie Klebestreifen, eine Stecknadel oder einen Schatten.

Für Überschriften eignen sich Banner und Schriftrollen. Für Arbeitsaufträge reicht oft ein schlichter Kasten mit einer farbigen Unterkante. Wenn du mehrere Container auf einem Blatt verwendest, gib ihnen eine erkennbare Ordnung: gleiche Breite, gemeinsame Ausrichtung oder wiederkehrende Farbe.

2. Menschen mit wenigen Strichen darstellen

Eine Figur braucht keinen ausgearbeiteten Körper. Kopf, Haltung und eine klare Bewegung reichen. Ein nach vorn geneigter Körper wirkt anders als eine aufrechte Figur. Zwei Menschen, die einander zugewandt sind, werden sofort als Gespräch lesbar. Mehrere kleine Köpfe nebeneinander stehen für eine Gruppe.

Zeichne nicht zuerst Hände, Kleidung oder Gesichtszüge. Leg die grobe Haltung fest und ergänz nur, was für die Aussage nötig ist. Für eine Moderation kann das ein ausgestreckter Arm sein, für eine Pause eine sitzende Figur, für Zusammenarbeit zwei Menschen an einem gemeinsamen Rahmen.

3. Gefühle mit Gesichtern sichtbar machen

Bei Gesichtern verändern Augenbrauen und Mund bereits die ganze Aussage. Üb ein kleines Set, das du sicher abrufen kannst: freundlich, überrascht, unsicher, ärgerlich, traurig und erleichtert. Ein farbiger Schatten unter dem Gesicht gibt Tiefe, ohne das Symbol komplizierter zu machen.

Verwend Gefühle sparsam. Ein Gesicht kann eine Reflexionsfrage öffnen oder Rückmeldungen strukturieren. Es sollte den Teilnehmenden aber nicht vorgeben, was sie empfinden sollen.

In welcher Reihenfolge entsteht ein gutes Flipchart?

Bewährt hat sich eine einfache Reihenfolge:

  1. Zeichne zuerst die Grobstruktur, dann die Details.
  2. Schreib zuerst den Inhalt, setz danach den Rahmen.
  3. Zeichne zuerst den Vordergrund, ergänz danach den Hintergrund.

So bleibt Platz für das Wesentliche. Außerdem verhinderst du, dass eine schöne Umrandung am Ende zu klein für den eigentlichen Text ist.

Schrift und Symbole müssen zusammenpassen

Das schönste Symbol hilft nicht, wenn die letzte Reihe den Arbeitsauftrag nicht lesen kann. Nutz die weiße Seite des Flipchartpapiers, schreib große Blockbuchstaben und setz graue Schatten für mehr Tiefe. Meine Kollegin Teresa zeigt das im Video:

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Flipcharts gestalten

Dieses Video ist bei YouTube eingebettet. Erst wenn du es lädst, werden Daten an Google/YouTube übertragen.

Buchstaben einzeln zeichnen, nicht in Schreibschrift über das Blatt fahren. Zum Üben taugt jeder Satz mit vielen verschiedenen Buchstaben.

Eine Viertelstunde zum Üben

Nimm ein leeres Blatt und zeichne nacheinander:

  1. drei verschiedene Container,
  2. eine einzelne Figur in zwei Haltungen,
  3. ein Paar und eine kleine Gruppe,
  4. sechs Gesichter mit unterschiedlichen Ausdrücken,
  5. ein Mini-Poster mit Überschrift, Figur und Arbeitsauftrag.

Es geht nicht darum, jedes Symbol perfekt zu treffen. Such dir die Varianten aus, die du flüssig zeichnen kannst. Dein eigener kleiner Wortschatz ist im Seminar nützlicher als eine große Sammlung, in der du lange suchen musst.

Zum Weiterlesen

Komplette Poster für Ankommen, Reflexion, Kleingruppen und Abschluss findest du bei den Flipchart-Vorlagen. Schriftgrößen, Markerhaltung, Farben und Aufbau erklärt die Anleitung Flipchart gestalten.

Wenn du Visualisierung vorbereiten und im Seminar sicher einsetzen willst, üben wir das in unserer GFK-Trainer:innen-Ausbildung.

Markus Castro, CNVC-zertifizierter Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, Impact Institut

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